• warten bringt nichts

    Jugendliche und junge Erwachsene trafen sich am 21. Juli 2015 unter dem Motto „warten bringt nichts“ zum Aktionstag für zukunftsfähiges Handeln im Jugendhaus dasCANN in Stuttgart-Bad-Cannstatt.

    Wie in den zwei Veranstaltungen der Vorjahre stand nicht das Diskutieren, sondern das praktische Erleben von nachhaltigen Themen im Vordergrund. In verschiedenen In- und Outdoor-Aktionen konnten die Teilnehmer erleben, wie sich nachhaltiges Handeln in den Alltag integrieren lässt. Die Workshops umfassten Themen wie Imkern, Mobilität, Brotbacken, soziale Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Tauschboxen.

    Für den Workshop „Entdecke das Imkern für Dich“ waren die Jungs der Crazy Stork Company verantwortlich. In diesem Workshop ging es um Fragen, wie Bienen organisiert sind, was ihnen schadet und wie eigentlich Honig hergestellt wird. „Eigens für diesen Aktionstag haben wir uns einen Bienenschaukasten zugelegt“ erklärt Christopher Meitz, einer der beiden Vorstände der Crazy Stork Company, „So kann man einen Blick in das Innere eines Bienenstocks werfen“. Unvorstellbar das bis zu 80.000 Bienen in einem Volk leben und eine Biene für ein Glas Honig dreimal um die Welt fliegen müsste.

    Bienen sind unglaubliche Geschöpfe. Jedoch schützt sie dies nicht vor Pestiziden, Parasiten und ihrer Lebensraumvernichtung. Dieses und anderes verdeutlichte Christopher Meitz in einer Powerpoint-Präsentation den Teilnehmern des Workshops.

    Dann ging es zum praktischen Teil über. Zusammen mit Vorstandskollege Christian Creuzberger und Crazy Stork Mitglied Johann Dettling bauten die Teilnehmer ein Hotel für Insekten und Wildbienen. Die Besonderheit an diesem Hotel ist, das es aus einer ausgedienten Holzpaletten hergestellt wurde, also aus recycelten Material. Gefüllt mit Tannenzapfen, angebohrten Aststücken, Stroh und anderen Naturmaterialien, bieten es Unterschlupf für verschiedenste Insekten.

    Am Ende des Workshops stand auch das Endprodukt Honig zur Verkostung bereit. Neben ausländischen Sorten stand der heimische Honig im Vergleich und wie kann es anders sein, er überragte im Geschmack und in der Qualität bei allen Teilnehmern.

    Zum Ende der Veranstaltung besuchte Landesumweltminister Franz Untersteller den Jugendkongress. Er diskutierte mit Jugendlichen aus den verschieden Workshops über die behandelten Themen. Im Anschluss daran besuchte er einige Workshop Stationen und informierte sich über ihre Arbeit. Bei der Jugendgruppe aus Eutingen ließ er sich interessiert den Bienenschaukasten erklären und war sehr angetan von dem Insektenhotel. Spontan entschlossen sich die drei Jungs das Hotel dem Landesminister zu überlassen, sofern er den einen geeigneten Platz dafür hätte. Franz Untersteller freute sich über das Geschenk und versprach das er einen geeigneten Platz im Ministerium finden wird.

    Insektenhotel im Bau

    Insektenhotel Übergabe an Untersteller

    Workshop Imkern

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