Windrad Workshop 2014

Ein nicht alltägliches Projekt das wir in den Sommerferien in Angriff genommen haben. Mitveranstalter war Crossing Borders Stuttgart. CBS ist ein gemeinnütziger studentischer Verein, der sich für die Verbreitung von Wissen um erneuerbare Energie einsetzt mit der Motivation zur Schaffung eines umfassenden Umweltbewusstseins. Diesem Ziel dienen Bildungsprojekte im In- und Ausland. So hat CBS Windkraftanlagen gebaut in Köln, Flensburg und in Tansania und jetzt, gemeinsam mit uns, auch bei uns in Eutingen.

Viele Arbeiten liefen parallel ab. Die Blechhalle diente hierfür als Werkstatt. Hier wurden z. B. die drei benötigten Rotor-Flügel aus Fichtenholz gefertigt. Mit Hammer, Stechbeitel und Ziehmesser wurde die aerodynamische Form aus dem Holz heraus gefertigt und anschließend geschliffen, poliert und lackiert. Fichtenholz eignet sich für diesen Zweck besonders gut, da es bei starker Windlast eine gewisse Elastizität aufbringt.

gemütliches Abendessen

gemütliches Abendessen

Fundamente gießen

Fundamente gießen

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Arbeitsplatz wurden von Hand die Kupferspulen für den Generator ge- wickelt. Denn wir stellten alles eigenständig her! Für das Windrad kam nichts fertig gekauftes zum Einsatz. Das gilt auch für die Armierung, die den betonierten Fundamenten halt gibt. Sie wurde aus Baustahl zusammengeschweißt den die Eutinger Baufirma Seele uns zur Verfügung gestellt hat. Den Stahl-Mast und die Halterungen für den Generator, hat Metallbau Pfeffer gesponsert .

Während der Bauzeit übernachtete die CBS auf dem NABU Gelände und auch wir CSC-ler waren in dieser Zeit keine Heimschläfer. Das Wetter war uns leider nicht immer gut gesonnen. Starkregen und Sturm forderten von uns starke Nerven und Durchhalte- vermögen.

die Flügel müssen sehr genau bearbeitet werden

die Flügel müssen sehr genau bearbeitet werden

vorsichtiges Epoxidharz gießen

vorsichtiges Epoxidharz gießen

 

 

 

 

 

 

 

Die Verpflegung durfte selbstverständlich nicht zu kurz kommen. Um die vegetarische Verpflegung kümmerten wir uns weitgehend selbst. Brot und Backwaren wurden freundlicherweise von der Bäckerei Kalbacher aus Weitingen gesponserte. Hin und Wieder wurden wir von NABU-Mitglied Werner Pomorin vorzüglich bekocht. Salat, Gemüse und Kräuter wurden frisch geerntet von den „NABU Krautländer“ frei Wachhäusle geliefert. Zwar trug jeder Teilnehmer mit einer Gebühr von 30,— € zur Finanzierung bei, als Hauptsponsor aber trat die E-Mobil-Agentur mit einem Zuschuss von 3.000,— € für das Projekt auf

Am Samstag 13. September war es dann so weit, im Beisein von Bürgermeister Jöchle, Vertretern der örtlichen Presse und dem NABU Vorstand wurde das Windrad aufgerichtet und in Betrieb gesetzt. Leider herrschte absolute Windstille so das sich die drei Meter Flügeldurchmesser, zum bedauern aller Anwesenden, nicht in Bewegung setzten konnten.

Die elektrische Leistung der Windkraftanlage beträgt 800 Watt. Die Energie wird zum einen genutzt zur Beleuchtung der Blechhalle und Werkstatt und zum anderen zur Versorgung der Pedelec-Elektroladestation an der Jeder seinen Akku aufladen kann – kostenlos natürlich.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Sponsoren und Helfern bedanken, die uns bei diesem Projekt unterstütz haben:

E-Mobil-Agentur, Metallbau Pfeffer, Baugeschäft Seele, Bäckerei Kalbacher

Eberhard Kläger, Egbert Badey, Werner Pomorin, Winfried Dettling, Elisabeth Meitz, Peter Wirth.

die komplette Bautruppe mit Bürgermeister Jöchle und Stellv. Vorsitzenden Badey (von links nach rechts)

die komplette Bautruppe mit Bürgermeister Armin Jöchle und Stellv. Vorsitzenden Egbert Badey (von links nach rechts)

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